Schnarchen

SchnarchenScharchen ist ein lästiges Ärgernis, nicht nur für die beteiligten Mitschläfer, die durch das Schnarchen ihres Bettnachbarn sehr oft um den Schlaf gebracht werden.

Scharchen ist sehr weit verbreitet und die Geräuschkulisse reicht von einem leisen Brummen bis hin zu einer Spitzenlautstärke von 90 dB – was mit dem Motorengeräusch eines LKWs gleichgesetzt werden kann. Schnarchen ist hauptsächlich bei Männern sehr weit verbreitet, jedoch gibt es durchaus auch Frauen, die ihren Partner auf diese Art und Weise nachts um den Schlaf bringen.

Unterschieden wird zwischen zwei Arten des Schnarchens. Um ein einfaches Schnarchen handelt es sich, wenn die Schlafqualität nicht beeinträchtigt wird. Treten beim Schnarchen Aussetzer in der Atmung auf, so handelt es sich um apnoisches Schnarchen.

Das mehr als lästige Schnarchen entsteht durch den nächtlichen Entspannungszustand, in dem auch die Muskeln im Nasen-Rachenraum erschlaffen. Das erschlaffte Gewebe im Rachenraum wird durch den Luftzug – der durch die Atmung entsteht – zum Vibrieren gebracht. In Folge dessen entsteht das Schnarchgeräusch. Leidet man unter dem apnoischen Schnarchen, verschließt sich der Nasen-Rachenraum jedoch kurzfristig komplett und die Atmung ist für kurze Zeit unterbrochen. Bemerkt der Körper, dass die Luftzufuhr gestoppt wird, sendet das Gehirn Wecksignale an den Betroffenen, damit er eine andere Position einnehmen und wieder atmen kann.

Es gibt einige Faktoren, die mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit zum Schnarchen führen. Dazu zählen Übergewicht, erkältungs- oder allergiebedingter Schnupfen, sowie eine Sinusitis. Wer unter einer verkrümmten Nasenscheidewand leidet, wird mit ziemlicher Sicherheit in der Nacht schnarchen. Gleiches gilt für Menschen, die über stark vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandeln verfügen. Vergrößerte Gaumenmandeln findet man sehr oft bei kleineren Kindern vor. Wird die nächtliche Atmung dadurch sehr stark beeinträchtigt oder treten möglicherweise sogar Atemaussetzer auf, so werden die vergrößerten Mandeln operativ entfernt.

Wer nachts unter starkem Schnarchen leidet, sollte das sicherheitshalber von seinem Hausarzt abklären lassen. Für die Diagnostik gibt es spezielle Schlaflabore, in denen der Patient unter medizinischer Überwachung schlafen muss. Alle Körperfunktionen werden dabei überwacht und können im Anschluss zuverlässig ausgewertet werden.

Es gibt einige Dinge, mit denen das Schnarchen verhindert werden kann. Eine Gewichtsabnahme auf das Normalgewicht wird allen empfohlen, die übergewichtig sind. Gehaltvolles Essen oder der Genuss von Alkohol sollten in den Abendstunden auch unterbleiben - sie können das Schnarchen anregen. Wenn möglich, sollte jemand, der zum Schnarchen neigt, die Rückenlage vermeiden. Besser ist die Seiten- oder Bauchlage. Hilfreich kann es sein, sich die gewohnte Rückenschlafposition so unbequem wie möglich zu machen. Sei es, durch einen harten Gegenstand, der unter das Laken geschoben wird oder ein Kissen, welches einen leichter in der Seitenlage ruhen lässt.

Auf jeden Fall sollte man jedoch beherzigen, dass es sich beim Schnarchen nicht nur um ein lästiges Übel handelt, sondern möglicherweise auch um ein ernsthaftes Gesundheitsproblem.

Tipps in Kürze zusammengefasst

  • Wird beim Schnarchen die Atmung unterbrochen (apnoisches Schnarchen), sollte man sich untersuchen lassen.
  • Schnarchen wird durch Übergewicht begünstigt.
  • In der Seiten- oder Bauchlage ist die Tendenz zum Schnarchen geringer als in de Rückenschlafposition.
  • Schweres Essen und Alkohol am Abend können das Schnarchen anregen.
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