Schlafstörungen – weiterführende Informationen

Schlaflosigkeit ist nicht einfach Schlaflosigkeit. Die Mediziner unterscheiden zwischen rund 80 verschiedenen Arten der Schlaflosigkeit, bzw. der Schlafstörungen. Einige Schlafstörungen sind organischen Ursprungs – hierzu zählt die unter anderem die Schlafapnoe – und einige Schlafstörungen sind psychischer Ursache. Es gibt jedoch trotz dieser Vielzahl von Schlafstörungen einige, die besonders häufig auftreten.

Die Insomnie

SchlafstörungenBei der Insomnie handelt es sich um Störungen, die beim Ein- oder Durchschlafen auftreten. Entweder will sich der Schlaf am Abend nicht oder nur sehr schlecht einstellen oder das Durchschlafen ist unmöglich.

Hier wird unterschieden zwischen nächtlichen Wachphasen oder einem sehr frühen Erwachen am Morgen. Manchmal kann dieses Gefühl des Schlafmangels allerdings sehr subjektiv sein.

Betroffen sind oft ältere Menschen, die ihre tägliche Schlafdauer als sehr mangelhaft empfinden und sich noch nicht daran gewöhnt haben, dass sie mit zunehmendem Alter einfach weniger Schlaf benötigen.

Ehe der Arzt bei dieser Schlafstörung mit einer medikamentösen Therapie beginnt, wird er dem Patienten raten, die Lebensgewohnheiten genau zu beobachten.

Oft helfen schon kleine Verhaltensänderungen. Der Mittagsschlaf sollte entfallen oder nur noch sehr kurz ausfallen, Entspannungsübungen wie Yoga oder autogenes Training sollten in den Tagesablauf integriert werden. Schwer verdauliche Lebensmittel und größere Alkoholmengen in den Abendstunden sind zu vermeiden.

Die Hypersomnie

Bei der Hypersomnie kommt es im Tagesverlauf zu einer erhöhten Schläfrigkeit oder sogar zur Neigung, tagsüber einzuschlafen. Tritt diese Tagesschläfrigkeit im Zusammenhang mit einer durchwachten Nacht auf, so besteht kein Grund zur Sorge. Wer jedoch immer wieder unter massiver Müdigkeit am Tag leidet, sollte wachsam sein.

Die Hypersomnie kann im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen stehen – daher sollte bei einer ständig wiederkehrenden Neigung zu massiver Tagesschläfrigkeit ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Ebenfalls zu starker Hypersomnie neigen Menschen, die in der Nacht unter Schlafapnoe leiden.

Die Schlafapnoe

Bei der Schlafapnoe, die wie oben beschrieben zu massiver Tagesschläfrigkeit führen kann, leidet der Betroffene in der Nacht unter Atemaussetzern. Diese Aussetzer der Atmung können bis zu 50 Sekunden. Betroffen sind zwar hauptsächlich Männer – erkranken können allerdings können auch Frauen und Kinder.

Die Folgen einer Schlafapnoe machen sich beim Betroffenen im Tagesverlauf gravierend bemerkbar. Zwar weiß der Betroffene oft nichts von seinen nächtlichen Atemaussetzern, im Tagesverlauf ist er jedoch extrem müde und hat große Schwierigkeiten, sich wach zu halten. Sich zu konzentrieren bereitet den Betroffenen große Schwierigkeiten und auch chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck und Depressionen werden mit der Schlafapnoe in Verbindung gebracht.

Wer sich ständig müde, zerschlagen und antriebslos fühlt, obwohl er vermeintlich gut geschlafen hat, sollte dringend seinen Arzt zu Rate ziehen. Zuverlässig diagnostiziert werden kann die Schlafapnoe allerdings nur in einem speziellen Schlaflabor. Der Patient muss eine oder mehrere Nächte in diesem Schlaflabor schlafen und wird währenddessen medizinisch überwacht.

Das nächtliche Schlafwandeln

Beim nächtlichen Schlafwandeln – dem Somnambulismus – steht der Betroffene auf und wandelt durch die Wohnung. Oft führt er auch ganz normale Handlungen aus, obwohl er nicht wach ist, sondern sich in einer Art Dämmerzustand befindet.

Der Schlafwandler ist nicht ansprechbar und zeigt während des Schlafwandelns einen starren, unbeweglichen Gesichtsausdruck. Spricht man den Schlafwandler am nächsten Morgen auf sein nächtliches Umherwandern an, so kann er sich an nichts erinnern und wird in den seltensten Fällen glauben, was man ihm erzählt.

Während des nächtlichen Schlafwandelns besteht für den Betroffenen die Gefahr, dass er sich bei seinen Aktionen verletzen könnte.

Albträume und nächtliche Angstzustände (Pavor nocturnus)

Albträume und die nächtlichen Angstzustände werden oft miteinander in einen Topf geworfen. Die einzige Gemeinsamkeit dieser Schlafstörungen besteht jedoch darin, dass sie beim Betroffenen Angst auslösen. Während er bei den nächtlichen Angstzuständen schreiend erwacht und angsterfüllt aus dem Bett springen will, schläft er bei den Albträumen oft weiter.

Am nächsten Morgen kann sich der Betroffene jedoch meist sehr gut an den Inhalt des Albtraums erinnern, weil ihm der Traum sehr bedrohlich und real erschienen ist.

Wer immer wieder unter Albträumen oder den nächtlichen Angstzuständen leidet, sollte überlegen, ob ihn bestimmte Dinge so sehr belasten, dass er auch in der Nacht keine Ruhe findet.

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