Gesundes Raumklima im Schlafzimmer

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Raumklima im SchlafzimmerUm einen erholsamen Schlaf zu gewährleisten ist es wichtig, für ein gutes Raumklima zu sorgen. Das Schlafzimmer sollte angenehm temperiert sein und die Temperaturen nicht über 18 Grad liegen.

Jeder, der schon einmal eine Nacht in einem völlig überheizten Raum geschlafen hat wird wissen, wie elend das Gefühl beim Aufwachen am nächsten Morgen ist. Der Kopf ist schwer, man fühlt sich schlapp und wie gerädert. Ist die Temperatur im Schlafzimmer zu gering, tut man sich ebenfalls keinen Gefallen. Anstatt entspannt in den Schlaf zu gleiten, liegt man frierend im Bett und an Schlaf ist nicht zu denken.

Vor dem zu Bett gehen sollte unbedingt noch einmal das Fenster weit geöffnet werden, um frische Luft ins Schlafzimmer zu lassen. Gelüftet werden sollte für wenigstens 10 Minuten. Ein einfaches Ankippen der Fenster zählt nicht als Lüften.

Ist die Luft im Schlafzimmer zu trocken, kann die Luftfeuchtigkeit mit einem Luftbefeuchter erhöht werden. Ein zu trockenes Klima ist schädlich für die empfindlichen Schleimhäute, die sehr schnell austrocknen können. Strombetriebene Luftbefeuchter gibt es im Elektrofachhandel, jedoch leistet ein feuchtes Handtuch, welches einfach über den Heizkörper gelegt werden kann, ebenfalls sehr gute Dienste. Vorteilhaft auf das Raumklima wirken sich auch Grünpflanzen aus. Sie filtern Schadstoffe aus der Luft und fungieren als natürliche Luftbefeuchter.

Schadstofffreies Raumklima

Bei einer täglichen Schlafdauer von durchschnittlich sieben Stunden, hält sich ein Mensch ungefähr ein Drittel des Tages in seinem Schlafzimmer auf. Umso wichtiger ist es, in diesem Raum nicht nur auf eine entspannende Wohlfühlatmosphäre zu achten, sondern auch auf eine schadstofffreie Umgebung.

Bei der Neuanschaffung von Möbeln, Matratzen und sonstigen Einrichtungsgegenständen darf man im wahrsten Sinn des Wortes seiner Nase trauen. Möbelstücke und Matratzen, die nach dem Kauf von der Umverpackung befreit worden sind, riechen oft sehr unangenehm. Grund dafür sind die chemischen Stoffe, die für die Herstellung benötigt worden sind.

Die gesundheitsschädliche Wirkung von Formaldehyd ist weitreichend bekannt. In vielen Matratzen, Möbeln, Farben und Lacken kommen allerdings auch andere Binde- und Lösungsmittel zum Einsatz, deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit nicht abschließend geklärt ist. Aus diesem Grund sollten Matratzen und Möbel genügen ausgelüftet werden und wirklich erst dann benutzt werden, wenn ihnen kein unangenehmer Geruch mehr entströmt. Teilweise kann es nötig werden, eine Matratze mehrere Wochen auslüften zu lassen, ehe sie die Geruchsprobe besteht.

Auf der sicheren Seite bewegt sich, wer bereits beim Kauf darauf achtet, dass die Neuanschaffungen mit einem Umweltzeichen versehen worden sind. Dieses Umweltzeichen oder Umweltsiegel bürgt dafür, dass bei der Herstellung keine gesundheitsschädlichen Stoffe verwendet worden sind. An die Schadstoffbelastung sollte auch bei der sonstigen Innenraumgestaltung des Schlafzimmers gedacht werden. Es ist sinnvoll, bei Farben, Tapeten und Teppichböden gleich nach ökologisch unbedenklichen Erzeugnissen zu greifen.

Ein bekanntes Umweltsiegel ist beispielsweise der „Blaue Engel“. Ein Siegel vom „Europäischen Verband ökologischer Hersteller“ bürgt dafür, dass die Matratzen frei von gesundheitsschädlichen Stoffen sind. Weit reichende Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten, die Räume möglichst schadstofffrei zu gestalten gibt es unter anderem bei der Verbraucher Initiative Berlin, der Stiftung Warentest, bei Öko Test oder beim Umweltbundesamt.

Grünpflanzen – grüne Alleskönner

Ein grüner Farbklecks im Schlafzimmer wirkt nicht nur beruhigend. Grünpflanzen sind keinesfalls nur ein schönes Dekorationselement, sondern wahre Alleskönner. Bekannt ist, dass Grünpflanzen das Raumklima positiv verändern, in dem sie die Luft mit Feuchtigkeit anreichern.

Weniger bekannt ist den meisten Menschen jedoch, dass Grünpflanzen auch in der Lage sind, Schadstoffe aus der Luft zu absorbieren. Die Gerbera oder der Schwertfarn sind Spezialisten wenn es darum geht, Formaldehyd aus der Luft zu filtern. Gleiches gilt für den Gummibaum. Wer die Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen steigern möchte, der sollte auf Grünpflanzen mit möglichst großen Blättern zurückgreifen. Der Drachenbraum ist eine wahre Wunderpflanze. In den Räumen, in denen er zum Einsatz kam, konnten deutlich messbare Verbesserungen der Luftqualität verzeichnet werden.

Natürlich können Grünpflanzen nicht zaubern. Wer sich eine grüne Oase im Schlafzimmer schafft und dabei das regelmäßige Lüften vergisst oder womöglich im Schlafzimmer raucht, der wird keine Verbesserung des Raumklimas bemerken.

Tipps in Kürze zusammengefasst

  • Erholsamer Schlaf wird unterstützt durch eine Temperatur von nicht über 18°C und nicht zu trockener Luft.
  • Vor dem Schlafen mindestens 10 Minuten durchlüften (nicht nur Fenster kippen)
  • Möbel aus umweltverträglichen Materialien belasten das Raumklima deutlich weniger (erkennbar an Umwelt-Siegeln)
  • Grünpflanzen verbessern die Raumluft und können auch Giftstoffe wie Formhaldehyd aufnehmen.
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