Einschlafen und Durchschlafen bei den Kleinsten

Bessere Nachtruhe für Baby und KindDer Schlafrhythmus bei Neugeborenen

Frischgebackene Eltern werden sehr schnell bemerken, dass ihr Baby noch keinen geregelten Schlafrhythmus hat. Zwar kommt es den Eltern oft so vor, als würde das Baby den ganzen Tag verschlafen, doch dieser Eindruck trügt.

In den ersten Monaten können die Eltern bei ihrem Baby verschiedene Bewusstseinszustände miterleben. Diese Bewusstseinszustände beinhalten den leichten Schlaf, den Tiefschlaf, das Dösen, die wache Interaktivität, den Unruhezustand und das Schreien.

Obwohl gesunde Neugeborene auf eine tägliche Schlafdauer von bis zu 20 Stunden kommen können, sind die einzelnen Schlafperioden nur verhältnismäßig kurz. Freuen sich die übernächtigten Eltern über ihr friedlich schlummerndes Baby und legen sich selber ins Bett, so kann es gut sein, dass sie bereits nach 60 Minuten aus dem Schlaf hochzuschrecken, weil die Schlafphase des Babys bereits beendet ist.

Die durchschnittliche Schlafperiode eines Neugeborenen beträgt meist zwischen 45 – 90 Minuten. Ein fester Schlafrhythmus macht sich erst ab dem dritten Lebensmonat bemerkbar. Das ist der Zeitpunkt, auf den viele Eltern sehnsüchtig gewartet haben. Folglich ist eine der beliebtesten Fragen bei gemeinsamen Elterntreffen: „Schläft dein Kind schon durch?“

Um dem Baby das Durchschlafen ein wenig leichter zu machen, gibt es einige Verhaltensregeln. Wichtig ist ein geregelter Tagesablauf, der auch geregelte Schlafzeiten am Tag beinhaltet. Schläft das Baby am Tag sehr viel, so wird es in der Nacht natürlich nicht mehr so viel Schlaf benötigen.

Ungünstig im Bezug auf das Durchschlafen ist es auch, wenn sich der Mittagsschlaf bis in die späten Nachmittagsstunden zieht. Hier sollten die Eltern behutsam gegensteuern und langsam einen geregelten Rhythmus einführen.

Die nächtliche Mahlzeit

Babys in diesem Alter fordern noch ihr Nachtfläschchen ein. Um wenigstens ein paar Stunden Schlaf am Stück zu finden, sollten die Eltern versuchen, das Baby noch einmal zu füttern und zu windeln, ehe sie selber ins Bett gehen.

Die nächtliche Mahlzeit sollte auf keinen Fall in eine ausgiebige Spiel- und Kuschelstunde ausarten. Dieses Verhalten sollte den Tagsmahlzeiten vorbehalten bleiben, damit das Baby sich an den Unterschied der Tages- und Nachtzeiten gewöhnen kann. Schreit das Baby in der Nacht, obwohl es gerade das Fläschchen bekommen hat und die Windel frisch ist, so sollten die Eltern nicht sofort panisch ins Kinderzimmer stürzen.

Viele Babys weinen im Schlaf oder werden kurz wach – schlafen dann jedoch von alleine wieder ein. Oft werden sie durch Eltern, die sofort ans Bettchen stürzen und das Kind auf den Arm nehmen, empfindlich gestört und beginnen nun erst recht zu schreien. Nach kurzer Zeit haben die meisten Eltern ein gutes Gefühl für das Weinen ihres Babys und wissen sehr genau, wann sie noch einen kleinen Moment abwarten können, ehe sie im Kinderzimmer nach dem Rechten schauen müssen.

Ist das Baby tatsächlich wach, so sollte es auf keinen Fall lange schreien müssen, ehe es auf den Arm genommen wird. Noch immer hält sich hartnäckig der zweifelhafte Ratschlag, dass ein Baby „ruhig auch mal schreien könne“. Es bringt weder Eltern noch Kind einen Nutzen, wenn das Baby minutenlang schreien muss und das Durchschlafen wird sich mit dieser zweifelhaften Methode ganz sicher nicht früher einstellen.

Eines sollten sich alle übernächtigten Eltern immer wieder ins Gedächtnis rufen: Alle Babys schlafen irgendwann durch – bei manchen dauert es nur ein wenig länger.

 

Tipps und Infos in Kürze zusammengefasst

  • Neugeborene schlafen bis zu 20 Stunden am Tag.
  • Die Schlafperiode eines Neugeborenen beträgt zwischen 45 – 90 Minuten.
  • Ein fester Schlafrhythmus ist erst ab dem dritten Monat zu erkennen.
  • Ein geregelter Tagesablauf ist wichtig für einen gleichmäßigen Schlafrhythmus.
  • Die nächtliche Mahlzeit sollte keine Kuschel- und Spielstunde werden, um den Unterschied zwischen Tag und Nacht deutlich zu machen.
  • Das Baby sollte nie unnötig lange schreien müssen, wenn es wach ist.
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